In diesem eintägigem Seminar kondensiert und vermittelt Prof. Bruno Buchberger seine vierzigjährige Erfahrung als international bekannter Forscher und Innovationsmanager zu einer praktischen Anleitung für das Konzipieren, Initiieren, Realisieren und Weiterentwickeln von innovativen Systemen aus dem Punkt Null heraus. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Management von Spannung. Für viele ist Spannung als Ursache von Konflikten, Streit und Unbehagen negativ besetzt. Buchberger erklärt und trainiert, wie aus Spannung positive Energie, Kreativität, Vielfalt, Innovation und Erfolg werden. Prof. Bruno Buchberger – Österreicher des Jahres 2010 in der Kategorie Forschung – ist einer der wenigen, der jahrzehntelange Erfahrung als internationaler Forscher (Computer-Mathematik) und gleichzeitig als Technologie-Manager vorweisen kann. Er vermittelt in seinen Vorträgen und Seminaren in seltener Weise, wie die Welt der Wissenschaft und die Welt der Wirtschaft verbunden werden können.
Termine:                30. September, 14. Oktober und 21. Oktober 2011
Ort:                          Schloss Hagenberg bei Linz
Details:                  office@brunobuchberger.com


Intervent, ein international tätiges Handelsunternehmen für Medizinprodukte, hat sich am Unternehmen AFreeze GmbH als strategischer Partner beteiligt. AFreeze entwickelt einen Herzkatheter zur Therapie von Vorhofflimmern mittels Kältetechnologie. In der aktuellen Finanzierungsrunde wird 1 Mio. Euro zur Finanzierung  der technischen Unbedenklichkeit als wesentliche Voraussetzung für die Zulassung bereitgestellt. Eine weitere Finanzierungsrunde zur Abdeckung der Markteinführung wird folgen. Die AFreeze GmbH mit Firmensitz in Innsbruck wurde 2008 mit dem Ziel gegründet, die häufigste Herzrhythmusstörung mittels Kältetechnologie zu behandeln. Der dazu patentierte Kryoablationskatheter CoolLoop imitiert die erfolgreiche chirurgische Behandlung – „Maze Procedure”  – mit einem minimal invasiven Eingriff. Dadurch wird die Therapie von Vorhofflimmern vereinfacht und die Erfolgsrate wesentlich erhöht. Weltweit leiden über 14 Mio. Menschen an Vorhofflimmern. Vorhofflimmern manifestiert sich durch einen unregelmäßigen, zumeist rasenden Herzschlag und Puls. Es handelt sich zwar um eine nur selten lebensbedrohliche, aber meist die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit stark beeinträchtigende Herzrhythmusstörung. Typische Symptome sind Schwindelgefühle und fallweise Ohnmacht. Folgeerkrankungen wie Schlaganfälle reduzieren die Lebenserwartung oder verursachen eine bleibende Behinderung. Die Mortalität bei Personen über 55 Jahren wird durch Vorhofflimmern nahezu verdoppelt. Das Risiko, an Vorhofflimmern zu erkranken, steigt mit zunehmendem Lebensalter. Der Markt zur Therapie von Vorhofflimmern wird für 2015 mit 1,4 Milliarden USD geschätzt. Die Überführung von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in eine klinische Anwendung bedarf engagierter Personen, welche mit überdurchschnittlichem Einsatz die Verwirklichung von Visionen vorantreiben. Hinter der AFreeze stehen ein habilitierter Kardiologe, Dr. Florian Hintringer, und ein habilitierter Medizintechniker, Dr. Gerald Fischer. Gemeinsam haben sie an der Medizinischen Universität Innsbruck und an der UMIT in Hall konsequente Grundlagenforschung über die Mechanismen von Herzrhythmusstörungen betrieben und setzen diese Arbeit mit der Entwicklung von Geräten (Herzkatheter) zur Therapie erfolgreich fort. Mag. Armin Partl unterstützt als kaufmännischer Geschäftsführer. Mag. Ewald Schober und DI Gerhard Schwandl, Eigentümer der Intervent, haben schon zahlreiche Medizinprodukte erfolgreich am Markt eingeführt.


 Die Innsbrucker ugichem GmbH gibt den erfolgreichen Abschluss einer Anschlussfinanzierung von 2 Mio. Euro bekannt. Neben dem bestehenden Hauptinvestor “The BioScience Venture Group” und der V+ GmbH & Co Fonds 3 KG als Neuinvestor beteiligten sich namhafte Schweizer Privatinvestoren mit insgesamt 1,4 Mio. Euro an der ugichem. Im Rahmen dieser Finanzierungsrunde erhält die ugichem zudem eine Forschungsförderung über 0,6 Mio. Euro von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG).
Das Unternehmen wird die Finanzmittel zunächst nutzen, ihre neuartigen Gene-Silencing Wirkstoffe, die so genannten Ugimere, hinsichtlich der relevanten pharmazeutischen und therapeutischen Parameter zu validieren. Darüber hinaus werden erste präklinische Kandidaten zur Therapie immunologischer Erkrankungen entwickelt. Gerade hier bieten die Ugimere entscheidende Vorteile, da andere Wirkstoffe Immunzellen nur unzureichend penetrieren und so dort keine signifikante Modulation der Genexpression erlauben. Ausschlaggebend für das Vertrauen der Investoren waren die bisherigen Ergebnisse, die deutlich zeigen, dass die Ugimere derzeit der einzig klar differenzierte und substantiell neue Ansatz für die seit langem ungelösten Herausforderungen im Gene Silencing Bereich sind. Dazu Dr. Holger Bock, CEO der ugichem: „Wir sind froh, diese Finanzierungsrunde jetzt abgeschlossen zu haben und so die Chance zu bekommen, die Ugimere als therapeutische Gene-Silencing-Produkt-Plattform erstmals systematisch aufzubauen.“


Im täglichen Einsatz sind Rettungs- und Einsatzkräfte aller Art oft mit ungenauen Adressangaben oder Ortsbeschreibungen der Notrufenden sowie mit Problemen beim Auffinden des Einsatzortes vor Ort (z.B. schwierige Zufahrten) konfrontiert. Gerade in Notfallsituationen verlieren die Ersthelfer dadurch oftmals wertvolle Sekunden. Um zukünftig diese Verzögerungen zu minimieren und bei Notfällen rascher am Einsatzort zu sein, entwickelten Forscher von Salzburg Research eine webbasierte Geodatenplattform namens „BlaulichtGIS“. Über diese Plattform können mehrere Einsatzorganisationen des Bundesland Salzburg (Rotes Kreuz, Berg- und Wasserrettung) ortsbezogene Informationen erstellen und abrufen. Nach einer mehrmonatigen Testphase wird diese neue interaktive Geodatenplattform seit März 2011 im Leitstellenbetrieb des Roten Kreuzes eingesetzt. „Die webbasierte Geodatenplattform verbessert nicht nur die Qualität, sondern auch die effizientere Abwicklung tagtäglicher Einsätze und Transporte. Dies kommt unmittelbar der Salzburger Bevölkerung, und vor allem dem verunfallten Patienten zu Gute!“, so Ernst Hagn vom S2 Landesrettungskommandos Salzburg des Roten Kreuzes. Ein Vorteil der neuen Geodatenplattform ist, dass sie nicht nur die Rettungskräfte des Roten Kreuzes nutzen und aktiv um neue und aktuelle Informationen (z. B. Stationsverlegung der UK Medizin I in den SALK) und markante Punkte ergänzen können, sondern auch die Mitarbeiter der Berg- und Wasserrettung. So werden etwa von den Mitarbeitern der Wasserrettung im „BlaulichtGIS“ alle Einstiegsorte für Boote auf der Salzach, sogenannte Slipstellen, erfasst. Das gemeinsame Nutzen des Systems macht es möglich, dass sich die Mitarbeiter des Roten Kreuzes auch bei einem Notfall auf der Salzach mit ihrem Einsatzfahrzeug an einer definierten Slipstelle bereit halten können und die verunfallte Person von der Wasserrettung schnell an sie übergeben werden kann. „Dies verbessert die Zusammenarbeit zwischen den Einsatzkräften enorm und ermöglicht uns als Ersthelfer, nicht nur zeit-, sondern auch ressourceneffizientes Handeln vor Ort“, ist Hagn von den Vorteilen der organisationsübergreifenden Geodatenplattform überzeugt. Ein weiterer Benefit gegenüber handelsüblichen Software-Lösungen: Eine Funktion zur Umrechnung von verschiedenen Koordinatensystemen. Mit dieser Funktion können die Mitarbeiter des Roten Kreuzes ohne genaue Kenntnis des Referenzsystems GPS-Koordinaten in verschiedene gängige Koordinatensysteme umrechnen. Diese Umrechnung ist notwendig, da die Rettungshubschrauber teilweise ein anderes Koordinatensystem verwenden als die Einsatzfahrzeuge des Roten Kreuzes. Mit der im Rahmen des Projektes „BlaulichtGIS“ entwickelten Geodatenplattform geht Salzburg Research über die Entwicklung bisheriger Software-Prototypen hinaus und lieferte dem Roten Kreuz ein marktreifes Produkt für den unmittelbaren Notfalleinsatz. Dies beweist eindrucksvoll das Potenzial angewandter industrienaher Forschung, die von Salzburg Research tagtäglich in verschiedensten Forschungsprojekten gelebt wird. Das Projekt „BlaulichtGIS“ wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend gefördert.


Am 24. Juni 2011 verabschiedete der Europäische Rat die Donauraumstrategie. Die Grundlagen zu dieser Entwicklung wurden jedoch bereits 25 Jahre davor in Niederösterreich gelegt und zwar mit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Donauländer. „Wir waren zu einer Zeit Vorreiter, als noch der Eiserne Vorhang existierte. Heute können wir darauf aufbauen und die Zukunft gemeinsam planen. So wird ermöglicht, ganz neue Themen anzugehen und auch bestehende Wirtschaftspotentiale mit neuen, zukunftsträchtigen Ausrichtungen optimal zu nutzen. Damit sichern wir langfristig die dynamische und erfolgreiche Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes Niederösterreich“, ist Niederösterreichs Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav überzeugt. Eine Drehscheibe bei der Umsetzung zahlreicher Projekte ist der Ennshafen. Oberösterreichs Wirtschaftslandesrat Kommerzialrat Viktor Sigl: „Der Ennshafen ist an vielen Maßnahmen konkret beteiligt. Insbesondere in der Wissensvermittlung über den Verkehrsträger Wasserstraße, der Teilnahme an Aus- und Weiterbildungskooperativen trägt der Ennshafen entscheidend zur Umsetzung bei. Darüber hinaus darf man aber nicht vergessen, dass der Ennshafen durch seine direkte Verbindung zum Schwarzmeerraum als Verkehrshauptschlagader für den stark exportorientierten Wirtschaftsstandort Oberösterreich von enormer Bedeutung ist.“ Frei zugängliche trimodale Infrastruktur, beste Standortbedingungen und ein breites Angebot an Dienstleistungen – diese Kombination macht den Ennshafen zu einem erfolgreichen Infrastrukturpartner für die regionale Wirtschaft. Mag. Christian Steindl, Geschäftsführer der Ennshafen OÖ GmbH: “Im ersten Halbjahr 2011 sind am Containerterminal bereits 148.183 Twenty-foot Equivalent Unit (TEU), also + 44 % gegenüber 2010, umgeschlagen worden. Beim Wasser-/Landumschlag konnte trotz deutlichem Umschlagsrückgang im Jänner aufgrund des Tankerunfalls am Rhein das Vorjahresniveau leicht übertroffen werden und liegt derzeit bei etwa 292.000 Tonnen (+ 1 % gegenüber 2010).“ Dem Ennshafen angeschlossen sind sowohl auf oberösterreichischer als auch auf niederösterreichischer Seite Wirtschaftsparks, die – im dynamischen Wirtschaftsraum zwischen Linz, Steyr, St. Valentin und Amstetten gelegen – auf großes Interesse bei den Betrieben stoßen. Michaela Hinterholzer, die stellvertretende ecoplus-Aufsichtsratsvorsitzende: „So wird zum Beispiel der ecoplus Wirtschaftspark Ennsdorf durch den einfachen Zugang zu einem äußerst kostengünstigen Wasserweg in viele wichtige europäische Wirtschaftszentren in Kombination mit der optimalen Anbindung an Westbahn und Westautobahn zu einer einzigartigen Verkehrsdrehscheibe.“


„Mit 55 neuen Ansiedlungs- und Erweiterungsprojekten sowie 894 geschaffenen und gesicherten Arbeitsplätzen fällt die bisherige Bilanz äußerst positiv aus. Mit dieser Anzahl reichen wir an unsere bisherigen Betriebsansiedlungs-Rekordjahre 2007 und 2008 heran. Niederösterreich ist als attraktiver Wirtschaftsstandort bei Unternehmen sehr begehrt. Dies zeigt auch die hohe Nachfrage in den letzten Monaten, die auf zahlreiche neue Betriebsansiedlungen in der zweiten Jahreshälfte schließen lässt“, sagt Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav. In den ersten sieben Monaten des Jahres verlegte u. a. die Polymun Scientific Immunbiologische Forschung GmbH, ein exportorientierter Produzent für die Pharmaindustrie, ihre Firmenzentrale nach Klosterneuburg, während sich die auf Energiegewinnung aus Sonnenlicht spezialisierte Heliovis AG im ecoplus Wirtschaftspark IZ-NÖ Süd ansiedelte. Zudem erfolgte in Guntramsdorf der Spatenstich für den neuen Firmensitz des Zielfernrohr- und Feldstecher-Produzenten Kahles GmbH sowie die Vertragsunterzeichnung mit dem Metallwarenerzeuger Rupert Fertinger GmbH. Dieser zieht mit seinen rund 200 Mitarbeitern in den ecoplus Wirtschaftspark Wolkersdorf um. „ecoplus als Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich unterstützt Unternehmen immer wieder sehr erfolgreich bei der Standortsuche, bei Behördenwegen, bei der Vertragsgestaltung, bei der Bereitstellung neuer und adaptierter Mietobjekte und führt eben auch Förderberatungen durch. Das Land Niederösterreich ist Partner für alle Unternehmerinnen und Unternehmer“, erklärt Bohuslav. ecoplus begleitet Ansiedlungsprozesse von Anfang bis zum erfolgreichen Ende. In den 17 Wirtschaftsparks, an denen ecoplus direkt beteiligt ist, finden augenblicklich 774 internationale und heimische Unternehmen mit mehr als 18.300 Mitarbeitern auf einer Fläche von 970 Hektar ihre betriebliche Heimat. Markenzeichen der ecoplus Wirtschaftsparks sind die perfekte Infrastruktur sowie die Betreuung durch die ecoplus Mitarbeiter vor Ort. Auch Veit Schmid-Schmidsfelden, Geschäftsführer der Metallwarenerzeugung Rupert Fertinger GmbH, die in den ecoplus Wirtschaftspark Wolkersdorf einziehen wird, bestätigt: „Die Standortentscheidung wurde wesentlich durch unsere strategische Positionierung bestimmt, die Synergien der Forschungs-, Entwicklungs- und Ausbildungsabteilungen mit den betroffenen Produktionsbereichen in einem Werk  zu nutzen; wichtig war aber auch die Fähigkeit und Bereitschaft des ecoplus-Teams, unsere Erfordernisse zu verstehen und in der Konzeption zu berücksichtigen.“ Zuletzt begannen die Aufschließungsarbeiten für den 17. ecoplus Wirtschaftspark in Wolfpassing, wobei die Kanalisation, Straßen, Gehsteige, Nutzwasser- sowie Wasseranschlüsse errichtet werden. „Für die wirtschaftliche Entwicklung der niederösterreichischen Regionen sind die Kooperationen  zwischen den Gemeinden und dem Land Niederösterreich ein sehr wesentliches Instrument. Auch der ecoplus Beteiligungspark Wolfpassing gewährleistet für die Region Kleines Erlauftal eine entsprechende wirtschaftliche Entwicklung – sowohl was die Absicherung des Standorts als auch die Arbeitsplätze vor Ort angeht“, sagt Bohuslav.


 „Die niederösterreichischen Cluster sind die richtigen Ansprechpartner im Land, wenn es um die Initiierung und Begleitung von innovativen Projekten geht und in diesem Bereich sind unsere Clusterinitiativen auch 2011 sehr erfolgreich unterwegs: Im ersten Halbjahr wurden 62 neue Projekte gestartet. 31 davon sind neue  Kooperationsprojekte. Insgesamt sind zurzeit 144 Projekte in Bearbeitung. An diesen Zahlen sieht man, dass wir mit dem niederösterreichischen Clusterkonzept auf dem richtigen Weg sind“, zeigt sich Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav über die Halbjahresbilanz 2011 erfreut. Seit der Gründung der ersten Clusterinitiative im Jahr 2001 wurden insgesamt 614 Projekte mit mehr als 1.570 Projektpartnern ins Leben gerufen. Bohuslav: „In der ‚Wirtschaftsstrategie Niederösterreich 2015‘ ist das Thema Kooperationen als wesentliche Stoßrichtung definiert. Dabei geht es vor allem darum, den Vernetzungsgrad der Unternehmen, aber auch die Qualität der Zusammenarbeit zu erhöhen. Die ecoplus Cluster Niederösterreich haben in diesem Bereich in den letzten zehn Jahren Pionierarbeit geleistet. Heute sind überbetriebliche Kooperation, Vernetzung und Clustering für viele niederösterreichische Betriebe gelebter Alltag und Garant für die erfolgreiche Realisierung zukunftsträchtiger Entwicklungen.“ ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki: „Das Schlüsselwort hinter allen ecoplus-Aktivitäten im Clusterbereich lautet Kooperation: Produkte gemeinsam entwickeln, Unternehmensabläufe gemeinsam optimieren, Märkte gemeinsam erobern – das sind die Ideen, die hinter dem Aufbau von Kooperationsprojekten stehen, wie er in den Clustern tagtäglich geschieht.“ Dabei wird auch intensiv mit Forschungs- und Entwicklungsorganisationen zusammengearbeitet. Die ecoplus-Clusterteams beschaffen relevante Informationen und stellen Kontakte zu Wirtschaftspartnern her, zu denen ein einzelnes Unternehmen oft nur schwer gelangen würde. ecoplus greift aber auch Zukunftsthemen auf, die für die Profilierung der niederösterreichischen Wirtschaft entscheidend sind. Damit sollen einerseits die heimischen Unternehmen im Wettbewerb gestärkt und gleichzeitig die Chancen und Möglichkeiten für den Produktions- und Verarbeitungsstandort Niederösterreich erhöht werden.


„Niederösterreich ist auf dem besten Weg, sich zu einem richtungweisenden Forschungsstandort zu entwickeln“, erklärt Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav. „Mit unseren Investitionen im Bereich Bildung, Forschung und Wissenschaft schaffen wir die optimalen Voraussetzungen, um die regionale Führungsposition auszubauen und den Vorsprung bei der ‚geistigen Infrastruktur‘ zu behaupten. Davon profitiert auch der Wirtschaftsstandort Niederösterreich, der mit dieser Strategie nachhaltig Arbeitsplätze sichert.“
Seit dem Start des Technopolprogramms im Jahr 2004 wurden und werden mehr als 100 Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 130 Mio. Euro umgesetzt. Insgesamt arbeiten mehr als 1.000 Forscherinnen und Forscher an den drei Technopolstandorten in Krems, Tulln und Wiener Neustadt sowie am Technologiezentrum in Wieselburg-Land. Darüber hinaus wurden 30 Unternehmen gegründet oder angesiedelt, die wiederum 415 neue Arbeitsplätze im Hochtechnologiebereich geschaffen haben. Eine Studie des Economica Instituts für Wirtschaftsforschung belegt die positive Entwicklung der einzelnen Technopolstandorte und deren Impulse für den gesamten Wirtschaftsstandort Niederösterreich. Im Jahr 2009 betrug der totale Buttowertschöpfungseffekt der drei Technopolstandorte 190 Mio. Euro. Etwa zwei Drittel davon werden in Niederösterreich wirksam und es ergeben sich direkte Beschäftigungseffekte. So kommt auf zwei hochqualifizierte Arbeitsplätze eine weitere Stelle im Mittelbau. „Im Frühjahr zogen in das neue Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (UFT) auf insgesamt 15.000 m² Arbeitsgruppen der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) und des Austrian Institute of Technologie (AIT) ein. Sie arbeiten auf den Gebieten der erneuerbaren Rohstoffe, Bio- und Umweltressourcen zusammen. Damit wurden 250 neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze in Tulln geschaffen, womit sich die Gesamtzahl der Wissenschaftler auf über 500 erhöht“, berichtet Bohuslav. Die offizielle Eröffnung findet im September 2011 statt. Ebenfalls im Herbst startet in Tulln der Niederösterreichische Forschungsparcours Enjoy Science. Mit dieser mehrtägigen Veranstaltung sollen Schülerinnen und Schüler von AHS und HTL mehrere Forschungsstationen absolvieren, mit dem Ziel, möglichst früh ihr Interesse für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu wecken. Mit der Fertigstellung des ersten Teils der vierten Ausbaustufe im Herbst 2011 steht den Forscherinnen und Forschern am Technologie- und Forschungszentrum Wiener Neustadt (TFZ) nunmehr eine hochwertige Infrastruktur auf insgesamt 17.400 m² zur Verfügung. „Neuansiedlungen von Unternehmen und Standorterweiterungen zeigen, dass unser Ansatz, die Technopole an den Bedarf der Mieter kontinuierlich anzupassen und schrittweise auszubauen, angenommen wird. Zudem entspricht diese Vorgehensweise höchster Wirtschaftlichkeit. Mit Mitte 2012 werden mit der Fertigstellung des zweiten Teils der vierten Ausbaustufe über 500 Mitarbeitern im TFZ beschäftigt sein“, erklärt Bohuslav. Die Investitionen für die gesamte Ausbaustufe betragen 22 Mio. Euro.

Auch das Technologiezentrum Wieselburg-Land bestätigt die technologische Wirtschaftsstrategie mit der Errichtung und in weiterer Folge Erweiterung der bestehenden Zentren. Der westlichste Standort weist derzeit eine Auslastung von 75 Prozent auf. „Mit dem Technologiezentrum Wieselburg-Land hat Niederösterreich im Bereich der Bioenergie eine Vorreiterrolle“, hebt Bohuslav den individuellen Schwerpunkt hervor. Für die Umsetzung des Technopolprogramms zeichnet ecoplus als Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich verantwortlich. ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki: „Wir investieren in die Infrastruktur der Standorte Krems, Tulln, Wiener Neustadt und Wieselburg-Land, um den innovativen Forscherinnen und Forschern ein modernes und fruchtbares Umfeld zu bieten.“


 Die Aufschließung von (interkommunalen) Betriebs- und Gewerbegebieten, Attraktivierung und Ausbau des touristischen Radwegnetzes, Aufwertung von touristischen Ausflugszielen oder der Ausbau des Technologielandes Niederösterreich sind unter anderem die Hauptthemen der Regionalförderung in Niederösterreich „Die Regionalförderung, die von ecoplus, der Wirtschaftsagentur des Landes Niederösterreich, umgesetzt wird, ist eine Erfolgsgeschichte. Seit 1987 wurden in ganz Niederösterreich 2.116 Projekte mit einem Investitionsvolumen von 2,4 Mrd. Euro beschlossen. Das Fördervolumen betrug 964 Mio. Euro. 14.600 Arbeitsplätze konnten damit geschaffen und gesichert werden”, sagt Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav.

Im Niederösterreich-Durchschnitt wurde für jeden Niederösterreicher im Zeitraum von 1987 bis Ende Juni 2011 ein Volumen von 593 Euro aufgewendet. Zahlreiche Beispiele für erfolgreiche Regionalförderungsprojekte sind in ganz Niederösterreich zu sehen: Wirtschaftspark Kematen, Donauradweg, die Jugendgästehäuser in Raabs an der Thaya und Seefeld/Kadolz, das Gesundheitszentrum Ottenschlag, die Therme Linsberg, das Mostbirnhaus Ardagger, das Wolf Science Center in Ernstbrunn, der Archäologiepark Carnuntum, die Kulinarik-Initiativen „Geschmack Waldviertel“ und „Tafeln im Weinviertel“ sowie die Technologiezentren in Tulln, Wiener Neustadt und Wieselburg als auch das Biotechnologiezentrum in Krems. Gerade bei der Positionierung des Landes Niederösterreich als Technologieland kommt der Regionalförderung eine besondere Bedeutung zu. „Mit Hilfe der Regionalförderung werden die beiden erfolgreichen EU-Programme LEADER und RWB-Programm (Regionale Wettbewerbsfähigkeit) 2007-2013 umgesetzt. Mit Mitteln aus diesen Programmen werden auch die Technologiezentren in Niederösterreich unterstützt“, erklärt Bohuslav. Niederösterreich verfolgt in der Wirtschaftspolitik eine eigenständige und zukunftsorientierte Strategie und setzt dabei auf eine enge Zusammenarbeit mit der Europäischen Union. Europa positioniert sich für die nächste Förderperiode (2014-2020) als Innovationsunion mit drei politischen Kernprinzipien: smart (innovativ), specialized (spezialisiert) und sustainable (nachhaltig). Niederösterreich agierte bereits in den bisherigen Förderperioden nach diesen drei Prinzipien! Niederösterreichs Strategie wird von der EU Vorbildcharakter bescheinigt. In einer aktuellen Broschüre der Generaldirektion Regionalpolitik werden zum Beispiel die niederösterreichischen Technopole als eines von drei erfolgreichen Praxisbeispielen auf dem Weg zu „smart specialization“ genannt. „Über die Zukunft der Regionalförderung in Niederösterreich beraten derzeit zahlreiche Experten des Landes Niederösterreich. Basis dafür ist die Wirtschaftsstrategie 2015, die Tourismusstrategie 2015 sowie die Ausrichtung der europäischen Strategie für die Förderperiode bis 2020. Über den Sommer wurden Gespräche geführt, Ergebnisse evaluiert und Konzepte für die Zukunft der Regionalförderung in Niederösterreich entwickelt“, so Bohuslav.


Der Hamburger Cluster Biokatalyse2021 und die ACIB GmbH (Austrian Centre of Industrial Biotechnology) schließen eine strategische Allianz im Bereich der Industriellen Biotechnologie. Anlässlich eines gemeinsam durchgeführten Symposiums zum Thema „Neue Technologien für eine nachhaltige Bioökonomie“ unterzeichneten Prof. Dr. Garabed Antranikian und Dr. Helmut Thamer (Clustermanagement Biokatalyse2021) sowie Prof. Dr. Anton Glieder (Geschäftsführung ACIB GmbH) ein entsprechendes Memorandum. Gemeinsames Ziel ist, das Feld der Industriellen Biotechnologie wissenschaftlich zu erweitern, ihre Etablierung im internationalen Spitzenfeld zu stärken, die Basis für einen europäischen Forschungsschwerpunkt im Bereich der Industriellen Biotechnologie zu schaffen und somit die nachhaltige Anwendung von biotechnologischen Verfahren zu fördern. „Mit dieser strategischen Partnerschaft schaffen wir eine Allianz, die Synergien stärkt und eine Vorreiterrolle für die Industrielle Biotechnologie in Europa übernimmt“, sind sich Antranikian und Thamer sicher. Auch Glieder freut sich über die zukünftige Kooperation: „Die Nutzung der Konzepte und Werkzeuge der Natur zur industriellen Produktion erfordert die weltweite Bündelung der wichtigsten Kräfte in diesem interdisziplinären Technologiebereich.“ Biotechnologie und Biowissenschaften sind Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Sie stellen nicht nur einen immer wichtiger werdenden Wirtschaftsfaktor dar, sondern fördern auch den schrittweisen industriellen und gesellschaftlichen Wandel hin zu nachhaltigeren, kreislauforientierten und sauberen Technologien. Biotechnologie ist damit ein wichtiger Faktor zur Förderung von Wachstum und Wohlstand sowie Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere auf europäischer Ebene. Die Industrielle Biotechnologie gelangt bereits heute, von der breiten Öffentlichkeit meist unbemerkt, bei den unterschiedlichsten Produkten und Verfahren zum Einsatz. Vor dem Hintergrund wachsender Sensibilität gegenüber klassischer Verfahrenstechnologie und ressourcenintensiver Prozesse gewinnen biologische und biotechnische Ansätze zunehmend an Bedeutung und ermöglichen zum Beispiel die kostengünstige Herstellung von Biotreibstoffen und neuen pharmazeutischen Wirkstoffen.




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